Das ehemalige Kloster "Mariazell in Österreich", nunmehriges Klein-Mariazell, liegt im westlichen Teil des auslaufenden Wienerwaldes, im oberen Triestingtal, auf rund 440 Metern Seehöhe. Klein-Mariazell gehört der Marktgemeinde Altenmarkt an der Triesting an, die die Orte St. Corona, Klein-Mariazell, Thenneberg, Hafnerberg-Nöstach und Altenmarkt selbst umfasst. Klein-Mariazell liegt unmittelbar an der "Via Sacra", der alten Pilgerstraße von Wien nach Mariazell in der Steiermark.
Im Jahre 1136 stifteten zwei Edle aus Nöstach, die Brüder Heinrich und Rapoto von Schwarzenburg aus dem Geschlecht der Haderiche aus Dank ihrer Versöhnung nach langem Streit, in dieser Urwaldgegend, wo sich schon ein Flurheiligtum - eine Zelle mit einer Muttergottesstatue und eine kleine Quelle - befand, das Benediktinerkloster Cella Sancte Marie, das "Marienzelle" bedeutet. Unterstützt wurden sie von Markgraf Leopold III., der dort ebenfalls ein Kloster errichten wollte.
Nach einer langen und wechselvollen Geschichte wurde 1994 die Generalrenovierung der ehemaligen Klosterkirche und Auenanlagen, die Neuerrichtung von Saal und Nebenräumen auf den alten Gewölben in Angriff genommen.
Am 29. November 1998 fand die Neueinweihung durch Kardinal Erzbischof Dr. Christoph Schönborn statt.
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